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Was macht eigentlich ein Soldat mit Pfefferspray
Seit dem 1. September leistet die Schweizer Armee Wachtdienst mit untergeladener Waffe. Das heisst, das volle Magazin ist in der Waffe eingesetzt, die Ladebewegung wird aber nicht durchgeführt. Weiter zur Ausrüstung gehört ein Pfefferspray. Laut Militärdepartement sollen so die Möglichkeiten einer verhältnismässigen Reaktion erweitert werden. Ein sehr nachvollziehbares Argument: Schliesslich muss auch bei der Sicherung der Bahnlinie Genf – Zürich, ein Szenario gemäss Nationalrat Ulrich Schlüer, jederBedrohung, sei dies ein desorientierter Fotograf, sei dies der Angriff einer Panzerbrigade, angemessen begegnet werden. Durch den Einsatz von «verbundenen Waffensystemen», vom Pfefferspray bis zur Panzerhaubitze kann nichts mehr schief gehen.
Doch der Pfefferspray schützt den Wachtsoldaten nicht nur vor übertriebenen Reaktionen, er trägt auch, was gerade in wirtschaftlich schwierigenZeiten von besonderer Bedeutung ist, erheblich zur Belebung der Binnenkonjunktur bei. Wer einmal auf so einfache Weise einen Angreifer erledigt, tut es immer wieder. Neben der Ausrüstung der Wachtdiensttruppen dürften bald sämtliche Armeeangehörige, Männer wie Frauen, mit einer Spraydose ausgerüstet werden. Dies trägt einerseits zur Steigerung der öffentlichen Sicherheit bei, anderseits auch zu derjenigen innerhalb der Armee. Endlich können sich auch Männer vor Frauen schützen. So setzt die Armee für einmal einen Trend: Mehr Wachstum und Beschäftigung dank mehr Pfeffer in der Sicherheit. 


