Ausgabe 3 / 2010


Editorial - Marianne Binder, Chefredakteurin

Solidarität - Kein Geschenk

Nach geschlagener Abstimmungsschlacht lange zu lamentieren, wenn man verloren hat, zeugt von schlechtem Stil. Trotzdem: Dass man im Wissen um die demographischen Veränderungen der jungen Generation den Rententopf ausnimmt, macht zu schaffen. 0


Artikel - Rudolf Hofer, Bümpliz

Bruderkrieg und Konkordanz

«Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.» Das reimten nicht nur die Konservativen Europas nach 1815, es traf immer wieder auch zu. 0


Artikel - Georg Kohler, Professor für Philosophie

Brüderlichkeit oder die Farbe Rot

«Brüderlichkeit», die Farbe Rot der Trikolore, ist eine Idee (oder eine Sache, eine Einstellung, ein Anspruch, Begriff..., es ist nicht einfach, die Bedeutung dieses Wortes zu klären), die im Gegensatz zu ihren kräftigen Geschwistern – der Freiheit und der Gleichheit, dem Blau der individuellen Autonomie und dem Weiss, das jeder Person denselben Wert einräumt – ein seltsam krummes Schicksal auszuhalten hatte. 0


Artikel - Jacques Neirynck, Nationalrat

Links gegen Rechts - Kinderkrankheiten der Politik

Die Auseinandersetzung zwischen Liberalismus und Kollektivismus findet zwischen den politischen Polen statt, zwischen links und rechts. Die Debatte ist allgemein, steril, einfach, wird ins Extreme ausgereizt und auch versimpelt. Diejenigen, die sie führen, kennen nur «schwarz» oder «weiss» und «entweder» «oder». 0


Artikel - Franz Xaver von Weber

Grenzen staatlicher Solidarität

Jeder Mensch hat nach der UNO-Menschenrechtserklärung von 1948 «das Recht auf soziale Sicherheit». 62 Jahre danach leben 50 Prozent der Weltbevölkerung immer noch ohne jeden Schutz und 80 Prozent ohne angemessenen Schutz. Versagen die Staaten? 0


Artikel - Hermann Lübbe, em. Professor für Philosophie und Politische Theorie

Brüderlichkeit

Der intellektuelle und moralische Zauber der Brüderlichkeit in der Jakobiner-Parole «liberté, égalité, fraternité» ist nie vollständig erloschen. Er verdankt sich der auf den ersten Blick erhebenden Idee, die Festigkeit und Verlässlichkeit familiärer Bindungen möge auch politisch die Völker, ja die Menschheit zusammenbinden. 0



 
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18-May-2010, 07:20 PM
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