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Kolumne - Gerhard Pfister
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Der Euro feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Richtig zum Feiern war niemandem zumute, innerhalb und ausserhalb der «Zone». Es scheint, dass die, die drin sind, recht gern raus möchten, aber nicht dürfen. Und die, die draussen sind, noch weiter weg möchten, aber nicht können. Das Duo Merkel/Sarkozy ist sich nur im Banalen einig: man möchte weiterhin sagen, was sich gehört und was nicht, und die eigenen Banken retten. Dass es vor allem Frankreich und Deutschland waren, die die Maastricht-Kriterien zur Makulatur machten, das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus warfen, wird ungern zugestanden.
Wer solche kreativen Umgehungen der Schuldengrenze vorturnt, muss sich nicht wundern, wenn der in solchen Dingen noch viel beweglichere europäische Süden nicht lange zögert mit dem Nachmachen.
Die EU ist seit vierzig Jahren nicht in der Lage, in ihrer Zone einheitliche Steckdosen einzuführen – was mal eine bürgerfreundliche Sache wäre. Wie soll sie dann fähig sein, verbindliche und einheitliche Finanzregeln durchzusetzen? Cameron verletzte Ende letztes Jahr eine stillschweigende Regel: EU-Gipfel haben harmonisch zu enden, das heisst, Deutsch-Französisches abzunicken, und im Gruppenfoto zu lächeln. Sarkozy verweigerte prompt den Handschlag. Die Medien hetzen wieder nationalistisch gegeneinander. So viel zum «Friedensprojekt» EU. Und der Bundesrat? Denkt immer noch, die EU sei so stark, dass Mimikry als Strategie genüge. What about a trip to London? 


