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Editorial - Marianne Binder, Chefredaktorin
«Ich fürchte die Griechen...
«Ich fürchte die Griechen, auch wenn sie Geschenke bringen», warnte Laokoon seine trojanischen Mitbürger. Nach zehn Jahren Krieg um Troja zogen die griechischen Belagerer ab und stellten als Abschiedsgabe ein hölzernes Pferd vor die Tore der tadt. In seinem Rumpf versteckt bewaffnete Kämpfer. Laokoon ahnte den Betrug, doch sein Misstrauen wurde dem Priester zum Verhängnis
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Artikel - Heinzpeter Znoj, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern
Moderne Geschenke und archaische Gaben
Das Annehmen und Überreichen von Geschenken ist eine rituelle Form des Austausches, die an vorgeldwirtschaftliche Praktiken des Gabentausches erinnert. Doch wie ähnlich sind sich «Gaben» und «Geschenke» wirklich? Sind unsere Geschenke eine «archaische» oder eine moderne Praxis?
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Artikel - Doris Leuthard, Bundesrätin
Für mehr Bürgersinn
Das neue Parlament wird in der kommenden Legislatur wichtige Fragen zu klären haben: die Frankenstärke bekämpfen; Bildung, Forschung und Innovation (BFI) stärken, den Mangel an Fachkräften angehen; die Verkehrsfinanzierung sichern, in die Infrastruktur investieren und diese mit der Raumplanung koordinieren; das Energiesystem umbauen; die Armee modernisieren (abbauen); die Gesundheitskosten stabilisieren; die Sicherheit stärken, Gewalt und Vandalismus bekämpfen; die Migrationsflüsse international koordinieren und national optimieren; das Verhältnis zur EU klären; die Rolle der Schweiz in multilateralen Organisationen stärken...
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Artikel - Elisabeth Bürki-Huggler, Spitalpfarrerin in Thun
Rose von Jericho
«Das ist mein liebstes Geschenk», sagt Herr K. und zeigt auf eine verdorrt wirkende, faustgrosse Kugel, die sich hinter den Zeitschriften, Fruchtsäften und Pralinen auf seinem Nachttisch zu verbergen scheint. «Es ist eine Rose von Jericho», fügt er bei und schaut mich an...
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Artikel - Stefan Meierhans, Preisüberwacher
Da häsch dänn’s Gschänk
«Da häsch dänn’s Gschänk» – mit diesen Worten werden Situationen kommentiert, die ein mitleidiges Lächeln oder gar ein ungutes Gefühl hervorrufen. Die Bemerkung ist ironisch gemeint, denn das Geschenk entpuppt sich als Last, als unwillkommene Zugabe. Wer heute den freien Handel nutzt und zum Beispiel via Internet Waren bestellt, der sieht sich bisweilen mit solchen Geschenken konfrontiert.
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