Ausgabe 3 / 2013


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Editorial - Marianne Binder, Chefredakaktorin DIE POLITIK

Mythos

Wilhelm Tell definiert den Mythos Schweiz. Die Einstellung zu Wilhelm Tell wiederum zeigt ein wenig die Haltung zu unserem Land. Am Frechsten hat Max Frisch unseren Nationalhelden vom Sockel geholt. Er macht ihn in «Tell für die Schule» zum verbockten Sonderling und alles Fremde ist ihm ein Graus. 0


Artikel - Sibyl Eigenmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Neutralität

Es gibt unterschiedliche Auffassungen und Definitionen von Neutralität. Diese wird auch nicht immer gleich gelebt. Waren vor rund 500 Jahren noch innenpolitische Gründe für die neutrale Haltung der Schweiz ausschlaggebend, handelt es sich heute hauptsächlich um einen Grundsatz der schweizerischen Aussenpolitik. Vor allem seit Ende des Kalten Krieges hat sich die Schweizer Neutralität den veränderten Umständen angepasst. 0


Artikel - Ruth Humbel, Nationalrätin (AR)

Nein zur Volkswahl des Bundesrates

Soll das Volk den Bundesrat wählen oder bleibt die Bundesratswahl in der Kompetenz der Bundesversammlung? Diese wichtige Frage der schweizerischen Staatsorganisation wird am 9. Juni an der Urne entschieden. Die CVP muss vor einer Volkswahl des Bunderates keine Angst haben. Gemäss Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Isopublic ist Doris Leuthard die beliebteste Bundesrätin und würde vom Volk glanzvoll wiedergewählt. 0


Artikel - Sarah McGrath-Fogal, Redaktion DIE POLITIK

Hüter des Kulturlandes

Trotz Arbeit am steilen Hang und langen Arbeitstagen: Silvia und Johann Gobeli sind Bergbauern mit grosser Leidenschaft. In Zuhäligen, einem Tal der Oberländer Gemeinde St. Stephan, kümmern sie sich um 26,5 Hektaren Land und bis zu 22 Kühe. Die beiden Landwirte fordern einen höheren Wert für ihre Produkte ein und kritisieren das Streichen der Tierbeiträge. 0


Artikel - Hansheiri Inderkum, alt Ständerat

Fehlentwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft

Grundlegend für die „Staatsidee Schweiz“ ist, dass unser Land eine Willensnation ist. Die Motivation für den Zusammenschluss der einzelnen Orte bzw. Kantone – nach den von aussen aufgedrängten Systemen der Helvetik und der Mediation – zunächst 1815 zu einem Staatenbund und dann, 1848, zu einem Bundesstaat, ist nicht eine Gleichheit bezüglich Sprache, Ethnie, Kultur oder Religion, sondern der – genossenschaftlich geprägte – Wille, sich zusammen zu schliessen, um die gleichen oder gleichartigen Interessen zu bündeln und sie so besser und effizienter wahren zu können. 0


Artikel - Bettina Fredrich, Caritas Schweiz, Fachstelle Sozialpolitik

Die reiche Schweiz - ein Mythos?

Im wirtschaftlich und sozial krisengebeutelten Europa ist die Schweiz eine Insel.  rme Menschen gibt es aber auch bei uns – rund 600 000 Menschen leben  nter der absoluten Armutsgrenze. Mangelnde Bildung und soziale  Herkunft sind Ursachen dafür. Antworten auf Fragen zu Armut in der Schweiz gibt Bettina Fredrich von der Caritas Schweiz. 0


Artikel - Alois Gmür, Nationalrat (SZ)

Sudhaus - Sicht auf den Mythen

Als Nationalrat und Braumeister sehe ich bei meiner Arbeit in Bern und in Einsiedeln den grossen und den kleinen Mythen. Im Bundeshaus sind die beiden Berge auf dem grossen Bild im Nationalratssaal wunderschön gemalt und thronen ob dem Flecken Schwyz über dem Rütli und dem Vierwaldstättersee. 0


Artikel - Jürg Niederhauser, Sprachwissenschaftler

Mehrsprachige Schweiz und einsprachige Schweizer?

Die Schweiz war nie einsprachig, auch wenn die alte Eidgenossenschaft hauptsächlich deutschsprachig geprägt war. Aufgrund seiner Lage und Topographie war das Gebiet der heutigen Schweiz schon immer ein Grenz- und Überschneidungsraum unterschiedlicher Sprachgruppen. 0


Artikel - Martin R. Dean, Autor und Gymnasiallehrer

"Swissness" - Ein Bild der Schweiz, das alle einschliesst

Die wiederbelebte Folklore boomt, auch in der Kultur. Haben die Kulturschaffenden es verpasst, einem falschen Selbstbild ein positiveres entgegenzuhalten? 0


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30-Oct-2009, 10:44 AM
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